Jörg-Hannes Hahn über die neue Fassung der Markus-Passion von Johann Sebastian Bach
Jörg-Hannes Hahn, Foto: Roberto Bulgrin
Im Interview bescheinigt Jörg-Hannes Hahn der neuen Fassung von Johann Sebastian Bachs Markus-Passion seines Kollegen Andreas Fischer großes Potential.
Klanggemälde mit der Ausdruckskraft barocker Kirchenräume
Gunar Letzbor und Ars Antiqua Austria vollenden den Zyklus von Bibers Rosenkranz-Sonaten
Der Geiger Gunar Letzbor, Foto: Georg Thum
Wir Heutige reichen kaum an die Dimensionen und Gefühlswelten heran, in denen sich vor über dreihundert Jahren die mystische Versenkung in die Mysterien vom Leben, Leiden und Auferstehen Jesu vollzog, die Gegenstand der einzelnen Abschnitte des Rosenkranzgebetes sind. Die meisterhafte Darbietung der sogenannten Rosenkranz- oder auch Mysteriensonaten des Barockkomponisten Heinrich Ignaz Franz Biber durch Gunar Letzbor und sein Ensemble Ars Antiqua Austria konnte immerhin eine Ahnung davon vermitteln.
Ronan Collett und Nicholas Rimmer mit Liedern und Klaviermusik in der Stadtkirche
Der Bariton Ronan Collett, Foto: Roberto Bulgrin
Faschingsdienstag hin oder her – die Evangelische Stadtkirche war vergleichsweise gut besucht zum Februarkonzert der Reihe „Musik am 13.“. Cannstatt, so hieß es in der Begrüßung, könne eben beides: „Musik und Fasnet“. Mit Ausgelassenheit hatte das Programm der Briten Ronan Collett (Bariton) und Nicholas Rimmer (Klavier) allerdings nichts zu tun.
Kantaten und Kammermusik von Telemann in der Stadtkirche
Der Lautenist Johannes Vogt
1725 erschien in Hamburg Georg Philipp Telemanns „Harmonischer Gottesdienst", ein 72-teiliger Solokantatenzyklus für die Sonn- und Feiertage des Lutherischen Kirchenjahres in kammermusikalischer Besetzung, den der Komponist einige Jahre später um weitere Kantaten ergänzte. Ihnen war das erste Konzert des Jahres 2018 der Reihe „Musik am 13." in der Stadtkirche Bad Cannstatt gewidmet. Kantor Jörg-Hannes Hahn, der am Orgelpositiv zusammen mit einem kleinen Ensemble die Sopranistin Maria Palaska begleitete, hatte sorgsam ein Programm aus Kantaten rund um den Jahreswechsel und Kammermusikwerken zusammen gestellt.
Jörg-Hannes Hahn feiert die abgeschlossene Renovierung der „Lutherorgel“
Der musikalische Hausherr Jörg-Hannes Hahn, Foto: Roberto Bulgrin
Die Walcker-Orgel der Cannstatter Lutherkirche von 1966 war zu Beginn der 90er Jahre schon einmal sorgfältig und grundlegend überholt worden. Jetzt haben die Orgelbaumeister Michael Mauch und Tilman Trefz das Instrument erneut saniert und auf kluge Weise mehr daraus gemacht.
Mozarts Requiem und Zimmermanns „Stille und Umkehr“ bei der Musik am 13.
Der Bachchor Stuttgart, Foto: Victor S. Brigola
In der Stadtbibliothek Hannover sah ich vor vielen Jahren eine junge Frau beim Hören einer Schallplatte heftig weinen. Auf meine Frage, ob ich helfen könne, erfuhr ich zwar nicht den Grund ihres Zusammenbruchs, wohl aber, welche Musik sie aufgelegt hatte. Das Lacrymosa aus Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem: „Die letzten Töne, die Mozart komponiert hat“.
Martin Wistinghausen mit einem Soloprogramm neuer Musik zu „De profundis“
Foto: Pixabay
Der Bass als Vertreter der gläubigen Menschheit, die aus den Tiefen zum Herrn um Gnade und Erlösung fleht – diesen Deutungsansatz bot Jan Kopp in seiner Einführung zum jüngsten Konzert der „Musik am 13.“. Es war mehr als ein hübsches Aperçu, denn die Idee, einen ganzen Abend mit Werken zum Thema „De profundis“ von einer Solo-Bassstimme gestalten zu lassen, hat dramaturgisch überzeugt. Der 130. Psalm „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ war Ausgangs- und Angelpunkt eines Konzerts mit neuer Musik, die sich mal mehr, mal weniger direkt, aber immer schlüssig auf diesen bekannten Bußpsalm bezog.
Cantus Stuttgart mit späten Werken von Johannes Brahms in der Stadtkirche
Cantus Stuttgart, Foto:Roberto Bulgrin
Was das zahlreich erschienene Publikum in der Stadtkirche Bad Cannstatt erwartete, waren drei Vokalwerke von Johannes Brahms, die allesamt nicht in ihrer Originalgestalt erklangen, sondern mehr oder weniger stark bearbeitet. "Nänie" op. 82 und "Schicksalslied" op. 54, die das Konzertprogramm einrahmten, sind ursprünglich für Chor und Orchester komponiert.