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In einer italienischen Klangsinnlichkeit


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Jörg-Hannes Hahn über sein Konzert zu Ehren von Heinrich Ignaz Franz Biber

Jörg-Hannes Hahn, Künstlerischer Leiter der Musik am 13. Foto: Roberto Bulgrin

Petra Heinze: Herr Hahn, zu seinem 375. Geburtstag haben Sie Heinrich Ignaz Franz Biber ein Konzert gewidmet. Wie haben Sie den Komponisten entdeckt?

Jörg-Hannes Hahn: Bibers Musik kenne ich schon seit dem Studium. Immer wieder hörte ich seine „Rosenkranzsonaten“ mit verschiedenen Musikern. Seit Gunar Letzbors phänomenalen Auftritten bei unserer Musik am 13. bin ich ein noch größerer Bewunderer von Bibers Violinmusik.

Petra Heinze: Die berühmten “Rosenkranzsonaten” erklangen ja in drei Konzerten und wurden vom Publikum gefeiert. Warum haben Sie nun eher unbekannte Werke von Biber programmiert?

Jörg-Hannes Hahn: Violinmusik ist nur ein ganz kleiner Teil von Bibers Schaffen. Er hat zahlreiche groß besetzte Werke für Orchester und Chor komponiert. Da ich bei manchen Konzerten etwas bescheidener bleiben muss, habe ich seine wunderschöne Messe für Continuo und sechs-stimmigen Chor und eine Kantate für Bariton, Violine und Continuo ausgewählt. Einen Dirigenten wird es bei dieser Aufführung nicht geben, alles wird schön kammermusikalisch musiziert.

Petra Heinze: Haben Sie ein Biber-Lieblingsstück?

Jörg-Hannes Hahn: Bibers Musik ist immer einzigartig, aber die Messe gefällt mir besonders: So viele musikalische Charaktere und eine ganz besondere Textausdeutung, in einer italienischen Klangsinnlichkeit komponiert.

Petra Heinze: Was erwartet uns noch in der Stadtkirche?

Jörg-Hannes Hahn: Es werden wieder zwei Violinsonaten musiziert, darunter passend für die Nach-Weihnachtszeit eine zauberhafte „Sonata pastorella“.


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