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Jörg-Hannes Hahn zum Doppelkonzert von Bachs Leipziger Chorälen und der "Kunst der Fuge"

Jörg-Hannes Hahn, Künstlerischer Leiter der Musik am 13. Foto: Roberto Bulgrin

Petra Heinze: Herr Hahn, ist Bachs “Kunst der Fuge” eine Art Gipfelbesteigung für Organisten?

Jörg-Hannes Hahn: Ja, in der Tat haben wir hier zwei »opera summa« im Programm: Die Leipziger Choräle sind einer der komplexesten Zyklen Johann Sebastian Bachs und erst Recht gilt dies für seine »Kunst der Fuge«, zumal dieses Werk nicht für Orgel komponiert ist. Unser Solist leistet hier mit seiner Gesamtaufführung Außerordentliches.

Petra Heinze: Thomas Schäfer-Winter spielt die “Kunst der Fuge”. Erzählen Sie uns ein wenig über Ihn?

Jörg-Hannes Hahn: Thomas Schäfer-Winter ist mein Amtsvorgänger an der Cannstatter Stadtkirche. Er verließ Stuttgart Ende 1995, um mit seiner Familie nach Salzburg zu ziehen. Seit einigen Jahren wohnt er wieder in Stuttgart. Wir hatten in seiner Abwesenheit losen Kontakt und ich freue mich sehr, dass er meiner Anfrage nachkommen konnte und unsere Besucher in diesem Doppelkonzert zwei Musiker mit Cannstatter Geschichte erleben werden.

Petra Heinze: Warum verbinden Sie die “Kunst der Fuge” mit den Leipziger Chorälen?

Jörg-Hannes Hahn: Beide Werke hat Bach in seinen letzten Lebensjahren komponiert, beziehungsweise zusammengestellt. In den Leipziger Chorälen greift er zum Teil auf Choralvorspiele seiner früheren Schaffensjahre zurück, bearbeitet diese aber noch. Am Ende dieser Sammlung steht der Choral «Vor deinen Thron tret’ ich hiermit«, den Carl Philipp Emanuel Bach nach Johann Sebastian Bachs Tod an den Schluß der »Kunst der Fuge« stellte. Die exemplarische Sammlung der Leipziger Choralvorspiele und der exemplarische Fugenzyklus bilden für mich eine Einheit.


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